Bewirtschaftungskosten

Bewirtschaftungskosten sind laufende Kosten, die bei der Unterhaltung und Instandhaltung einer Immobilie entstehen. Dazu zählen neben den Betriebskosten auch Abschreibungen, Instandhaltungsrücklagen, das Mietausfallwagnis und das Modernisierungsrisiko. Laut den gesetzlichen Bestimmungen muss der Eigentümer einer Immobilie für sämtliche Kosten selbst aufkommen. In einem Mietverhältnis wird ihm vom Mietrecht allerdings die Möglichkeit gewährt, die Betriebskosten auf den Mieter umzulegen, wenn das im Mietvertrag vereinbart wird. In manchen Fällen werden auch Schönheitsreparaturen zur Umlage gerechnet, wenn sie zu den Instandhaltungskosten gezählt werden können. Bei einer Gewerbevermietung kann der Vermieter alle Bewirtschaftungskosten bis auf die der Instandhaltung auf den Mieter umlegen. Anhand von Wertermittlungsrichtlinien lassen sich Marktwert einer Immobilie sowie immobilienbezogene Belastungen und Rechte durch Gutachterausschüsse ermitteln. Den Wertermittlungsrichtlinien zufolge betragen die jährlichen Verwaltungskosten je Wohnung und Eigenheim bis zu 230 Euro, bei Eigentumswohnungen bis zu 275 Euro und bei Garagen bis zu 30 Euro. Die jährlichen Instandhaltungskosten betragen pro Quadratmeter 11,50 Euro bei Immobilien, die 33 Jahre und älter sind, 9,00 Euro bei 22 bis 33 Jahre alten Immobilien und 7,10 Euro bei Immobilien, die nicht älter als 22 Jahre sind. Für Garage und Einstellplatz wird pauschal je 68,00 Euro im Jahr angesetzt.